CORECHED-Preis Bildungsforschung

Die Schweizerische Koordinationskonferenz Bildungsforschung (CORECHED) hat einen Forschungspreis eingerichtet. Mit der Preissumme von max. CHF 25'000.- (CHF 10'000 bei Einzelarbeiten) soll fortan regelmässig eine herausragende Forschungsarbeit im Bereich der Bildungswissenschaften ausgezeichnet werden.

Der CORECHED-Preis richtet sich an Forscherinnen und Forschern, die in der Schweiz im Bereich der Bildungswissenschaften tätig sind. Die eingereichte Forschungsarbeit muss in publizierter Form vorliegen und anhand eines vorgegebenen Formulars dokumentiert werden. Die eingegangenen Vorschläge werden durch eine → wissenschaftliche Preisjury begutachtet. Die genauen Bestimmungen können dem → Preis-Reglement entnommen werden.

CORECHED-Preis Bildungsforschung 2016

Der CORECHED-Preis 2016 geht an Manfred M. Bergman, Andrea Maihofer, Karin Schwiter, Sandra Hupka-Brunner, Nina Wehner, Evéline Huber, Shireen Kanji

Der mit Fr. 25‘000 dotierte Preis geht dieses Jahr an eine Gruppe von Forschenden um den Basler Soziologen Prof. Dr. Manfred M. Bergman sowie die ebenfalls an der Universität Basel lehrende Geschlechterforscherin Prof. Dr. Andrea Maihofer.

Die Forscherinnen und Forscher untersuchten anhand Daten aus der TREE-Studie (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) sowie berufsbiographischer Interviews die Geschlechtersegregation in Ausbildungs- und Berufsverläufen. Dieses Projekt ist Bestandteil des Nationalen Forschungsprogramms 60 des Schweizerischen Nationalfonds und wurde unter dem Titel „Warum sind Pflegefachmänner und Elektrikerinnen nach wie vor selten? Geschlechtersegregation in Ausbildungs- und Berufsverläufen junger Erwachsener in der Schweiz“ in der Schweizerischen Zeitschrift für Soziologie veröffentlicht.

Die Arbeit wurde durch eine wissenschaftliche Jury, bestehend aus Prof. Dr. Jan van den Akker (Universität Twente, NL), Prof. Dr. Isabelle Mili (Universität Genf), Dr. Karin Müller (DIP Genf), Prof. Dr. Kurt Reusser (Universität Zürich), Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel (Universität Wien), Prof. Dr. Willi Stadelmann (ehem. Präsident der COHEP) und Alt-RR Hans Ulrich Stöckling (ehem. EDK-Präsident) ausgewählt und für den CORECHED-Preis 2016 auserkoren.

Im Rahmen einer Feier in Bern haben der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (VBF), Bundespräsident Johann Schneider- Ammann, und der Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Regierungsrat Christoph Eymann (Basel-Stadt), die Preise an die Forschenden übergeben.

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Frühere CORECHED-Preise

Der CORECHED-Preis Bildungsforschung 2014 ging an Prof. Dr. Gérard Bless, Leiter des Heilpädagogischen Instituts an der Universität Freiburg i. Ü., und an seine zwei Kolleginnen Dr. Rachel Sermier Dessemontet und Valérie Benoit, heute Dozentinnen an der pädagogischen Hochschule des Kantons Waadt. Die prämierte Studie untersucht → schulische Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung.
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Der CORECHED-Preis Bildungsforschung 2011 wurde der Bildungswissenschaftlerin Sonja Engelage und dem Soziologen Andreas Hadjar verliehen. Ihre Arbeit, die in der Schweizerischen Zeitschrift für Soziologie (1/2008) unter dem Titel «Promotion und Karriere – Lohnt es sich zu promovieren? Eine Analyse der schweizerischen Absolventenstudie» veröffentlicht wurde, entstand im Rahmen eines durch den Nationalfonds unterstützten Projektes des Instituts für Erziehungswissenschaft an der Universität Bern.
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Der CORECHED-Preis Bildungsforschung 2009 ging an ein Forschungsteam um Prof. Dr. Franz Baeriswyl von der Universität Freiburg i.Ü. Das Team untersuchte ein neues Übergangsmodell, das den Übertritt von der Primar- in die Sekundarstufe im Kanton Freiburg regelt. Ziel war es, herauszufinden, wie weit Übertrittsempfehlungen von Eltern und Lehrpersonen mit Testleistungen übereinstimmen und wie stark diese Empfehlungen durch den familiären Hintergrund beeinflusst werden.
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2007 wurden zwei Forschungsarbeiten mit dem CORECHED-Preis Bildungsforschung 2007 ausgezeichnet: diejenige des Berner Bildungsforschers Erich Ramseier über den Zusammenhang von Motivation und schulischer Leistung und die Arbeit einer Genfer Forschungsgruppe um Prof. Madelon Saada-Robert zum Thema Schreibdidaktik.
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Der CORECHED-Preis Bildungsforschung 2005 ging an ein unter der Leitung von Peter Sieber (PädagogischeHochschule Zürich) stehendes Team mit Andrea Bertschi-Kaufmann (Pädagogische Hochschule Aargau) und Wassilis Kassis (Universität Basel), Thomas Bachmann (PH Zürich), Hansjakob Schneider (PH Aargau) und Christine Tresch (Schweiz. Institut für Kinder- und Jugendmedien).
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